Mrz
07
2012
Wie soll man sich das denn vorstellen? Ausgerechnet die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft bietete sich an, als Alternative zur Pflegekammer die Probleme in der Pflege selber in die Hand zu nehmen und zu regeln. Also ausgerechnet die Interessenvertretung der Organisationen, die in den zurückliegenden Jahren unter großem Weh und Ach den Personalabbau in der Pflege zumindest nicht verhindert haben? Die Organisation, die den eigenen Bedarfen folgend Sackgassen-Ausbildungen etabliert haben, um eine billige Lösung für den Mangel an qualifiziertem Personal zu finden? Also der Verein, der der Überstundenanhäufung zuschaut und Überlastungsanzeigen kassiert? Den Versorgungsbrüche nicht sonderlich interessieren, weil das einen andere Kostenträger angeht - oder zumindest das eigene Budget nicht belastet? Also, wir wissen ja nicht… (Zie)
Feb
23
2012
(BOCHUM) So, hier mal Werbung - aber auch in eigener Sache: wir sind mit Ausstellung und Vorträgen auf dem Pflegekongress CareDate vertreten. Der findet am 14. und 15. März in Bochum statt und bietet über 40 Vorträge und Workshops rund um Fach- und Managementthemen. Und - wie die Organisatoren mitteilen - noch ist der Frühbucherrabat gültig: wer sich bis zum 29. Februar anmeldet, kann z.B. das 2-Tages-Gruppenticket bis zu 20% günstiger einkaufen.
Feb
14
2012
Fast kann man ja die Uhr danach stellen, dass einmal im Jahr Vertreter des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) die Wundertüte öffnen und Vorschläge machen, wie denn dieses Mal der Fachkräftemangel in der Pflege zu decken sei. Nachdem im letzten Jahr die benötigten Pflegenden pauschal aus Osteuropa kommen sollten (Wir erinnern uns – die AG Junge Pflege im DBfK forderte damals als Konsequenz Dänisch-Kurse in der Pflegeausbildung), wird man 2012 schon etwas spezifischer: Serbien, Korea und die Philippinen sind jetzt also die Länder, aus denen der Pflege-Zug in Richtung Deutschland losfahren soll.
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Jan
25
2012
So geht es auch: in der Online-Ausgabe eines großen Wochenmagazins beklagt der Arbeitgeberpräsident steigende Kosten für die Pflege und Google liefert die Anzeige zum Lamento. Business as usual…

(Zi)
Jan
19
2012
Offener Brief eines Krankenpflegers zum Jahr der Pflege - Bitteschön:
Sehr geehrte Damen und Herren Volksvertreter,
es trägt sich in jüngerer Vergangenheit zu, dass die Aufgaben des Gesundheitsministers, der wohl einer der Hauptansprechpartner zu diesem Thema ist, häufiger wechselt als dem Bürger lieb sein kann. Heute wende ich mich deshalb mit diesem offenen Brief an Sie.
Im deutschen Gesundheitswesen krankt es sehr. Es herrschen dringend verbesserungsbedürftige Zustände. Als Politiker eines anderen Ressorts werden Sie nun vielleicht denken: “Ha! Das geht mich doch gar nichts an.” Doch! Schließlich tragen Sie zumindest ebenso viel Verantwortung für das Gelingen von Gesellschaft wie der durchschnittliche Bürger. Den fordern Sie immer wieder dazu auf Verantwortung für sich, die Umwelt und seine Mitmenschen zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten, damit Deutschland als Ganzes funktionieren kann. Sicherlich werden Sie darum, in Anbetracht Ihrer besonderen gesellschaftlichen und politischen Position und Verantwortung, als privilegierte Diener des Volkes, gerne beitragen.
Das Jahr der Pflege (2011) haben Sie nun wohl “erfolgreich” hinter sich gebracht. Es ist zumindest vorüber. Darum jetzt, Anfang 2012, eine kleine Rückmeldung. Continue Reading »
Jan
17
2012
(NORDWEST) Ach ja, da schwappt aus Brüssel wieder etwas in die Republik und dann schmerzt es auf einmal doch, dass man Mitglied in einer Gemeinschaft ist. Weil die Europäische Union das Beruferecht vereinheitlichen will, soll auch in Deutschland zukünftig ein zwölfjähriger Schulbesuch der Pflegeausbildung vorausgehen. Das nennt sich “Harmonisierung der Mindestausbildungsverordnung” und dient unter anderem der beruflichen Mobilität von Pflegenden - die wohl in Deutschland nur beschränkt gefördert wird. Gerade die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes Pflege haben nach einer gezielten Zuwanderung von Pflegenden nach Deutschland gerufen - und es sind die selben, die nun vor einer Vergleichbarkeit der Pflegeausbildung in Europa warnen. Deutschland ist eines der letzten Länder, das einen Zugang zur Pflegeausbildung mit zehn Schuljahre ermöglicht.
Und auch die Bundespolitik stemmt sich gegen die Europäische Forderung, allen voran Pflege-Nicht-Minister Daniel Bahr. Und wider besseren Wissens spricht dieser in aller Öffentlichkeit, man müsse auch Haupt- und Realschülern die Möglichkeit eröffnen, eine Pflegeausbildung zu wählen. Vom Pflegeabi ist die Rede, vom zukünftigen Nachwuchsmangel und von den falschen Signalen.
Mit Verlaub, Herr Minister, Sie liegen falsch - denn es handelt sich ausdrücklich nicht um das Abitur, der Zugang für Haupt- und Realschüler ist keinesfalls verwehrt und die falschen Siganle kamen in den zurückliegenden Jahren ausschließlich von der Politik. So hat z.B. die Absenkungen der Zugangsvoraussetzungen auf das Hauptschulniveau nicht den erwarteten Run auf die Pflegeberufe ausgelöst.
Es ist überraschend, mit welcher Konsequenz in Deutschland einer ganzen Berufsgruppe die Weiterentwicklung verwehrt wird. Das hat zwar für die Pflegeberufe eine gewisse Tradition, schmerzt aber dennoch. Wie erfrischend ist es da, neben all den alten Säcken und Besitzstandswahrern junge Leute zu wissen, die trotz aller Steine, die im Weg liegen, ihren Optimismus nicht in die Schranken weisen. Das macht Mut, dass sich die Widerstände überwinden lassen. Wie zum Beispiel die Studierenden der Pflegewissenschaft, die bei Deutschland Radio Wissen in dieser Woche den Programmschwerpunkt abbilden - und mittendrin die Arbeitsgruppe Junge Pflege im DBfK. Europa - wir kommen…(Zi)
Jan
16
2012

(NORDWEST) Die Arbeitsgruppe Junge Pflege im DBfK Nordwest schreibt erneut den Junge Pflege Preis aus. In diesem Jahr ist der Wettbewerb der Selbstpflege von Auszubildenden der Pflegeberufe gewidmet. Mit einem Beitrag zum Thema „STOPP! Jetzt pflege ich mich selbst.“ können die Wettbewerbsteilnehmer insgesamt 2.000 EUR gewinnen. Präsentiert werden die Gewinnerbeiträge am 15. Mai auf dem Junge Pflege Kongress in Duisburg. Anmeldeschluss ist der 01. Februar – der Bearbeitungszeitraum endet am 01. April 2012.
Und wer mehr darüber erfahren möchte, schaut am Besten direkt bei den jungen Leuten vorbei - das geht ja auch im Internet. (Zi)
Jan
05
2012
Wir wünschen allen LeserInnen und Besuchern unseres Blogs ein gutes und erfolgreiches Jahr 2012 - und wünschen uns, dass Daniel Bahr hier auch mal vorbeischaut. Da Minister Bahr aber sehr viel andere Dinge zu tun hat, kann es bis zur Erfüllung unseres Wunsches etwas dauern. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit halt mit der eigenen Lektüre, z.B. im Blog von Georg Paaßen, der sich die Mühe gemacht hat, aktuelle Aussagen von Bahr mit denen von Amtsvorgänger Philipp Rössler von vor zwei Jahren zu vergleichen. Überschreiben ist der Beitrag mit “Außer Spesen nichts gewesen” - und dem ist nichts hinzuzufügen. (Zi)
Dez
30
2011
Dass Dequalifizierungsströmungen in der Pflege nicht neu sind, wurde mir bewusst, als mir heute beim Aufräumen das Werk “Die wirtschaftliche und soziale Lage der Krankenpflege in Deutschland” aus dem Jahre 1924 in die Hände fiel. Auf Seite 21 ist unter der Überschirft “Die soziale Herkunft der Krankenpflegepersonen” zu lesen: “Es ist eigentümlich, dass das gebildete Frauenelement im allgemeinen nur spärlich zur Krankenpflege übergegangen ist. (…) Leider melden sich heute viele gescheiterte Existenzen, die am allerwenigsten für die Krankenpflege geeignet sind, denn es ist eine alte Erfahrung, dass das Nervensystem solcher Personen mehr oder minder mangelhaft ist. ” Und wie die Politik heute immer wieder Programme auflegt, um schwer vermittelbare Arbeitssuchende in der Pflege, vornehmelich in der Altenpflege, unterzubringen, so gab es ähliche Ambitionen offenbar schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Georg Streiter, der Verfasser des soeben zitierten Werkes, führt aus: “In der Zeitschift Das Sanatorium (1907, Nr. 20) fand sich folgende, bisher noch nicht übertroffene Anzeige: Für einen Heilgehilfen suchen wir Stellung in einem Krankenhause oder anderswo. Derselbe ist 27 Jahre alt, evangelisch, ledig, dreimal mit Gefängnis vorbestraft und verbüßt jetzt drei jahre Zuchthaus wegen Diebstahl, Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung. Entlassung aus der Strafhaft den 17. Juni. Führung gut. Er hat sich sehr zu seinem Vorteil verändert.”
Hoffen wir, dass uns die demografische Entwicklung nicht dazu führt, dass diese Anzeige eines Tages übertroffen wird!
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen geschmeidigen Rutsch aus dem Jahr dern Pflege! (Dru)
Dez
07
2011
Puh, das ist ja still hier geworden. Nun soll das nicht heißen, dass wir hier nichts mehr machen - wir sind nur mit so vielen anderen Sachen beschäftigt, viel Energie fließt im Moment in die Pflegekammer. Und dann ist es ja auch immer so, dass sich im Herbst die Veranstalter überschlagen und man kaum noch zum Luft holen kommt. Wir sind also durch das Land getourt, haben informiert, ausgestellt, moderiert, verhandelt, referiert, Stellung genommen und und und… Nun wollen wir nicht jammern, so ist das eben im Jahr der Pflege und es gibt schlimmeres für eine politische Organisation, als viel zu tun zu haben.
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