Uni schafft Stationsarzt ab – und setzt auf Pflegekräfte

(KÖLN) Die Universität Köln hat Schluss gemacht: in der neurologische Klinik der Hochschule sind die Stationsärzte abgeschafft worden. Statt dessen steuern nun Case-Manager die Prozesse rund um die Patienten. So fällt es z.B. in die Zuständigkeit der geschulten Pflegekräfte, zu entscheiden, auf welche Station ein Patient verlegt wird. Die Entscheidung fällt ausschließlich auf der Basis der Pflegeintensität und wird unabhängig von der Einweisungsdiagnose gestellt. Die behandelnden Ärzte werden ebenso von den Case-Managern hinzugezogen. Dieses Verfahren  führe unter anderem dazu, dass die Bettenkapazität optimal genutzt würde, berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Zudem kommen freigewordene Ressourcen der Ärzte den Patienten zugute, die nun zügiger behandelt werden können. Bei Verlegungen behalten die Patienten ihren behandelnden Krankenhausarzt – ein unbestreitbarer Vorteil gegenüber dem Stationsarzt-Modell. Das unter dem Namen „Cologne Consultant Concept“ geführte Organisationsmodell ist von der „Rheinischen Fachhochschule“ und dem „Institut für Medizin-Ökonomie und Medizinische Versorgungsforschung“ mit dem Innovationspreis ausgezeichnet worden. (Zi)

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Ein Kommentar zu Uni schafft Stationsarzt ab – und setzt auf Pflegekräfte

  1. 007 sagt:

    Hallo zusammen,

    das ist doch mal eine positive Nachricht über ein Projekt das in die richtige Richtung geht. Wobei mich ja mal interessieren würde ob das Gehalt der Case-Manager ebenfalls angepasst wurde!?

    Für den Berufsverband denke ich das es wichtig ist, diesem neuen Handlungsfeld verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken und die Möglichkeit eines Austauschsforums zu schaffen. Damit diese hochqualifizierten Pflegenden nicht alle ihre Mitgliedsbeiträge der Gesellschaft für Case- und Care Management schenken oder aber noch eine Berufsverband mehr gründen!

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