Pflegenotstand in Hamburg – Pflegedienste schließen

(HAMBURG) In Hamburg mussten die ersten Pflegedienste schließen , weil sie keine Fachkräfte zur Besetzung der freien Stellen finden konnten. Das berichtete das Hamburger Abendblatt in seiner heutigen Ausgabe. So würden etwa 250 bis 300 zusätzliche Pflegefachkräfte in der Hansestadt fehlen, beruft sich die Tageszeitung auf die Hamburgische Pflegegesellschaft. Als ursächlich für den Mangel an Personal wird die Praxis vieler Ausbildungseinrichtungen gesehen, für den ambulanten Pflegebereich nicht ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Zudem steigt der Bedarf an qualifizerten Pflegekräften bereits jetzt schon durch den demografischen Wandel . (Zi)

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4 Kommentare zu Pflegenotstand in Hamburg – Pflegedienste schließen

  1. Wolfgang sagt:

    Den Artikel des Hamburger Abendblatt habe ich mit Interesse gelesen. Es ist schon bedenklich, was sich im Pflegebereich abspielt. Ob es nur an fehlenden Ausbildungsplätzen liegt das nicht genügend Pflegepersonal vorhanden ist wage ich zu bezweifeln. In den letzten Monaten habe ich die Arbeit von Pflegediensten beobachten können. Ich habe auch die Pflegesituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen erlebt.
    Das hat mit fehlenden Ausbildungsplätzen nichts zu tun eher mit der Ignoranz von denen (das Pflegepersonal ist hiervon ausdrücklich ausgenommen) die eigentlich dafür sorgen sollen, dass die Menschen die Pflege benötigen auch wirklich die beste Pflege bekommen.

  2. Pingback: Pflegenotstand - Droht der Kollaps? Verlierer bleibt der Patient. | Der Krankenpfleger - Alles aus dem Alltag eines Krankenpflegers

  3. Heidrun Steckel sagt:

    Wenn laufend die Belastung erhöht wird, also immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit erwartet wird und dann sogar noch die Bezüge senken….
    Was denkt Ihr, wer oder was wir Pflegefachkräfte sind? Wir sind Menschen, die einen Beruf ausüben, auf unser Helfersyndrom zu pochen ist unwürdig!

  4. Andreas Lackmann sagt:

    Es ist schon bedenklich, wenn man den fortlaufenden Trend der letzten Jahre beobachtet.Ich arbeite seit ca. 20 Jahren in meinem Beruf als Krankenpfleger.Zuletzt in einer großen Notaufnahme die mit 2 Leuten aus dem Pflegepersonal im Tages.- sowie auch Nachtbetrieb geführt wurde.
    Ich habe diesen Job geliebt und wurde zusehends an meine psychischen wie auch physischen Grenzen geführt.Bis ich eines Tages nicht mehr konnte und kündigen musste.
    Ich will hier nicht so sehr der Politik im Lande den schwarzen Peter aufs Auge drücken.Vielmehr, geht es auch um die Toleranz unseres Berufsstandes seitens der Bevölkerung.
    Da wir keine Lobby o.ä. haben, wird unser Berufsstand als eine einfache Dienstleistung, ähnlich eines „Hosenkaufs“angesehen und wir haben hier keinerlei Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung.Anders, wird es in skandinavischen Ländern gehandelt und hier wurde sehr viel früher Vorsorge eingeleitet.
    Ich arbeite nun seit 2 Jahren in einem großen schwedischen Krankenhaus und mir geht es endlich wieder gut in meinem Beruf und ich fühle mich wohl.Ach ja, ich begrüsse immer mehr Kollegen aus Deutschland in Schweden.TUT ENDLICH WAS!!!!!!!

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